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Entstehung von Apfelsaft

In Deutschland spielt keine andere Obstsorte eine so bedeutende Rolle wie der Apfel, sein Anteil an der gesamten Obsternte liegt bei 60%. Äpfel werden natürlich nicht nur als frisches Obst gegessen. Durch ihr saftiges Fruchtfleisch eignen sie sich optimal zur Saftproduktion, ohne ihre gesunden Eigenschaften zu verlieren. Bundesweit produzieren 450 Firmen mit 6.500 Mitarbeitern rund 1 Milliarde Liter Apfelsaft - in anerkannt hoher Produktqualität.

Knapp 3 Pfund Äpfel für einen Liter Saft

Um einen Liter fruchtigfrischen Saft zu gewinnen, braucht man knapp 3 Pfund Äpfel - dei Bezeichnung "Trinkobst" ist also äußerst treffend. Von der Ernte bis zur Auslieferung an den Verbraucher wird natürlich auch beim Apfelsaft auf höchste Qualitätsstandards geachtet. In Abhängigkeit vom Wetterverlauf beginnt die Apfelernte Anfang September - von da an bis etwa Anfang Dezember stehen die Pressen bei den deutschen Saftherstellern nicht mehr still. In den Keltereien werden die angelieferten Äpfel zunächst auf ihre Qualität geprüft. Anschließend kommen sie in eine Waschanlage, um danach verlesen zu werden.

Weiter geht's zur Mühle, wo die Äpfel zu Maische - Brei gemahlen werden, aus dem dann in großen Pressen Apfelsaft gewonnen wird. Hierbei entsteht zunächst naturtrüber Apfelsaft bzw. Apfelsaft mit Fruchtfleisch. Soll klarer Apfelsaft hergestellt werden, muss der Saft erst noch ein wenig "ruhen", denn wird er zentrifugiert, gefiltert und abgefüllt. Oder er wird im natürlichen Zustand in Tanks eingelagert. Um den Apfelsaft haltbar zu machen wird er vorher kurz erhitzt. Das setzt die Mikroorganismen, die sonst ein Gären des Saftes bewirken würden, außer Gefecht, ohne die wertvollen Inhaltsstoffe des Saftes zu zerstören. Man nennt diesen Vorgang nach seinem Entdecker Louis Pasteur "Pasteurisation".

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